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Bericht in der Deutschen Handwerkszeitung zum Arbeitsschutzpreis 2011
"Gesund auf der Baustelle" (PDF 800 KB)

Anwenderbetrieb aus dem NOAH-Projekt mit
Deutschem Arbeitsschutzpreis 2011 ausgezeichnet

Ein systematisch organisierter und engagiert durch den Unternehmer und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umgesetzter Arbeitsschutz ist auch in Handwerksbetrieben praktikabel. Er nützt dem Betrieb, dem Unternehmer, jedem Beschäftigten und auch den Kunden. Davon ist Joachim Kreuz, Inhaber der bad & heizung Kreuz GmbH in Schallstadt bei Freiburg überzeugt. Sein Engagement sowie die Organisation und Umsetzung des Arbeitsschutzes durch ihn und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde am 18. Oktober 2011 im Rahmen der Eröffnung der A+A 2011 durch die Auszeichnung mit dem Deutschen Arbeitsschutzpreis belohnt.

Der zum zweiten Mal verliehene Deutsche Arbeitsschutzpreis ist die höchste Auszeichnung eines Unternehmens für den Arbeitsschutz in Deutschland. Die mit Experten aus der Wirtschaft, der Politik und Verbänden besetzte Jury 2011 zeichnete vier Unternehmen aus. Neben der bad & heizung Kreuz GmbH sind dies die Evangelische Johannesstift Behindertenhilfe gGmbH (Berlin), die Hydro Building Systems GmbH – Werk Gerstungen (Thüringen) sowie die RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH (Nordrhein-Westfalen). Die Preisträger wurden von parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Dr. Joachim Schuster, Staatsrat bei der Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit Bremen und Marina Schröder, Vorstandsvorsitzende der DeutschenGesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ausgezeichnet (siehe nachfolgendes Bild).

Preisträger des Deutschen Arbeitsschutzpreises 2011
Bild: Preisträger des Deutschen Arbeitsschutzpreises 2011 (Foto: itb)

Der Preisträger: Die bad & heizung Kreuz GmbH

Der 1987 gegründete SHK-Betrieb aus dem südbadischen Schallstadt realisiert in hohem Maße den Grundgedanken „Prävention zahlt sich aus - für die Beschäftigten, für das Unternehmen und für die Volkswirtschaft“, der dem Deutschen Arbeitsschutzpreis zu Grunde liegt. Die bad & heizung Kreuz GmbH beschäftigt 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Handwerksbetrieb ist sehr innovativ – und dies nicht nur bei den angebotenen Produkten und Leistungen, sondern auch bei der Betriebsführung und beim Arbeitsschutz, der auch die Gesundheitsförderung mit einschließt. Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen stellt bereits seit vielen Jahren einen zentralen Leitgedanken der Unternehmenspolitik des Betriebes dar.

Der Auslöser, sich bewusster mit dem Thema Arbeitsschutz auseinanderzusetzen, war insbesondere beim Unternehmer, Herrn Joachim Kreuz, die praktische Erkenntnis, dass vor allem auf den Baustellen bei allen Gewerken zu wenig auf die Arbeitssicherheit geachtet wird und es sehr schwer ist, tradierte Verhaltensweisen bei den eigenen Beschäftigten sowie den Partnerbetrieben, die gleichzeitig auf einer Baustelle tätig sind, zu verändern. Da das Unternehmen bei der Realisierung eines wirkungsvolleren Arbeitsschutzes an handwerkstypische Grenzen stieß, nutzte der Betrieb die Chance, als Anwendungspartner im Forschungsprojekt NOAH (Nutzenoptimierter und kostenreduzierter Arbeits- und Gesundheitsschutz im Handwerk) mitzuwirken. Das NOAH-Projekt (www.noah-projekt.de) wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Zeitraum 2006 bis 2010 gefördert und fachlich vom Projektträger DLR - Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. begleitet. Das nachfolgende Bild zeigt die Preisträger, Frau Dr. Ruth Kreuz und Herr Joachim Kreuz, Frau Kristina Kuiper vom itb, Karlsruhe, Frau Ilona Kopp und Herrn Dr. Claudius Riegler vom DLR, Bonn sowie Herrn Dr. Albert Ritter vom Forschungs- und Beratungsunternehmen Dr. Albert Ritter – Forschung, Beratung, Training, Otterberg.

Preisträger und Unterstützungspartner
Bild: Preisträger und Unterstützungspartner (Foto: itb)  <Bild 1107>

Unterstützt durch das NOAH-Projekt initiierte die bad & heizung Kreuz GmbH ein gewerbeübergreifendes Netzwerk mit fünf Handwerksbetrieben, mit denen das Unternehmen häufiger zusammenarbeitet. Mit den Forschungspartnern, dem Institut für Technik der Betriebsführung im DHI e.V. (itb) und Dr. Albert Ritter – FBT, der Handwerkskammer Freiburg sowie der IKK Baden-Württemberg und Hessen wurden in mehreren Workshops mit den Unternehmern der am Netzwerk beteiligten Handwerksbetriebe sowie ausgewählten Mitarbeitern zunächst eine Bestandsaufnahme durchgeführt und die Ergebnisse kritisch reflektiert. In weiteren Netzwerkworkshops wurden ein handwerkstaugliches Arbeitsschutzkonzept „Sicher, gesund und erfolgreich mit System“ entwickelt, eine kleinbetriebsorientierte Umsetzungsstrategie, die die Beschäftigten sowie externe Akteure im Arbeitsschutz und bei der Gesundheitsförderung stark einbezieht, vereinbart und Werkzeuge für einen wirksamen „Arbeitsschutz mit System", der auch die Gesundheitsförderung mit einschließt, entwickelt. Die Umsetzung erfolgte in den jeweiligen Handwerksbetrieben des Netzwerkes eigenverantwortlich. Dabei gewonnene Erfahrungen wurden regelmäßig ausgetauscht.

Die bad & heizung Kreuz GmbH hat das gemeinsam entwickelte NOAH-Konzept vorbildlich unter dem Motto „Sicher, gesund und erfolgreich mit System“ umgesetzt. Für den Erfolg sind ganz wesentlich: Einerseits das besondere Engagement des Unternehmers sowie die aktive Einbeziehung aller Beschäftigten und andererseits die Systematik des praktizierten Arbeitsschutzkonzeptes sowie die passgenauen Instrumente für einen handwerksgerechten Arbeitsschutz. Letztere stellen sicher, dass der Arbeitsschutz praxisnah in die alltäglichen Abläufe integriert wird. Ein Beispiel hierfür ist die Integration der Gefährdungsbeurteilung in die Baustellenplanung und das „Managen“ der Baustelle vor Ort durch einen benannten und entsprechend qualifizierten AvO (Auftragsverantwortlichen mit Weisungsbefugnissen vor Ort).

Wesentliche Umsetzungsmaßnahmen sind:

  • Nutzung der regelmäßigen Mitarbeitergespräche zur Information und Einbeziehung der Mitarbeiter,
  • Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilungen, des Gefahrstoffverzeichnisses und der Regelung des Umgangs mit Gefahrstoffen,
  • Erarbeitung konkreter Verbesserungsmaßnahmen durch die Mitarbeiter,
  • Einführung der im NOAH-Projekt gemeinsam entwickelten Methode „baustellenbezogene Gefährdungsbeurteilungen“,
  • Qualifizierungsmaßnahmen,
  • Förderung des Sicherheitsbewusstseins,
  • Maßnahmen zur Gesundheitsförderung,
  • Ermittlung und Einplanen der erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen bei der Angebotserstellung und Baustellenplanung,
  • Aufzeigen der erforderlichen Arbeits- und Umweltschutzmaßnahmen im Angebot (Der Kunde soll sehen, was wir für den Arbeits- und Umweltschutz tun.“),
  • handwerkstaugliche Organisation des Arbeitsschutzes und der Gesundheitsförderung sowie
  • Dokumentation der Regelung im Handbuch „Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung mit System“.

Die Firma bad & heizung Kreuz GmbH ist durch ihre handwerksgerechte Organisation und Umsetzung des Arbeitsschutzes ein Leuchtturm für das Handwerk. Hierfür wurde der Handwerksbetrieb mit dem Deutschen Arbeitsschutzpreis 2011 ausgezeichnet.

Verleihung des Deutschen Arbeitsschutzpreises 2011
Bild: Verleihung des Deutschen Arbeitsschutzpreises 2011
(von links Marina Schröder, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), Joachim Kreuz, Dr. Ruth Kreuz, Dr. Joachim Schuster, Staatsrat bei der Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit der Freien Hansestadt Bremen sowie Hans-Joachim Fuchtel, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales)
(Foto: itb)

Detaillierte Informationen zum Umsetzungskonzept sind den NOAH-transfer-Publikationen zu entnehmen. Verwiesen wird insbesondere auf:

  • Institut für Technik der Betriebsführung (Hrsg.): Nutzenoptimierter und kostenreduzierter Arbeitsschutz mit integrierter Gesundheitsförderung – NOAH-Projektbericht, R. Hampp, München 2010 (PDF-Datei)
  • Institut für Technik der Betriebsführung (Hrsg.): Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung in Handwerksbetrieben – Beispiele guter Praxis. R. Hampp, München 2010  (PDF-Datei)
  • Schulte, A. und Ritter, A.: Leitbild „Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung im Handwerk“; itb-Schriftenreihe NOAH-transfer, Karlsruhe 2010 (PDF-Datei)
  • Ritter, A.: Gefährdungsbeurteilungen für nichtstationäre Arbeitsplätze – Umsetzungshilfe für Handwerksbetriebe, itb-Schriftenreihe NOAH-transfer, Karlsruhe 2010 (PDF-Datei)
     

 

Anwenderbetrieb aus dem NOAH-Projekt für den Deutschen Arbeitsschutzpreis 2011 nominiert

Unter dem Motto „Aber sicher“ lobten die Ausrichter des Deutschen Arbeitsschutzpreises, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), der Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI) und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), dieses Jahr zum zweiten Mal nach 2009 den Deutschen Arbeitsschutzpreis aus. Diese Initiative ist Teil der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie. Gemäß dem Grundgedanken „Prävention zahlt sich aus - für die Beschäftigten, für das Unternehmen und für die Volkswirtschaft“ zeichnet der Deutsche Arbeitsschutzpreis besonders wirksame und innovative Arbeitsschutzmaßnahmen aus. Als konkrete Beispiele aus der betrieblichen Praxis sollen diese deutlich machen, dass innovative und langfristig angelegte Arbeitsschutzmaßnahmen die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und damit einen deutlichen Mehrwert sowohl für die Beschäftigten als auch für das Unternehmen schaffen.

Engagement im Arbeitsschutz fördert auch die Attraktivität eines Unternehmens

Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz sind ein hohes Gut. Unternehmen, die sich in besonderer Weise darum kümmern, zeichnen sich nicht nur durch ihre Verantwortung gegenüber den Beschäftigten aus. Sie stärken außerdem ihre Attraktivität als Arbeitgeber und sind damit gut gerüstet, um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.

Elf Nominierte

In diesem Jahr bewarben sich insgesamt 202 Unternehmen, vom Kleinstunternehmen bis hin zum Großkonzern, aus unterschiedlichen Branchen mit ihren vorbildlichen Aktivitäten im Arbeitsschutz sowie bei der Gesundheitsförderung. Eine mit Experten aus Wirtschaft, Politik und Verbänden besetzte Jury nominierte Ende August 2011 elf Unternehmen für den Deutschen Arbeitsschutzpreis 2011. Darunter befindet sich auch der Handwerksbetrieb bad & heizung Kreuz GmbH in Schallstadt. Die Bekanntgabe der Preisträger und die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Eröffnung der Arbeitsschutzmesse A+A am 18. Oktober 2011 in Düsseldorf.

Die bad & heizung Kreuz GmbH, Schallstadt

Der südbadische SHK-Betrieb mit 16 Beschäftigten ist sehr innovativ – und dies nicht nur bei den angebotenen Produkten und Leistungen, sondern auch bei der Betriebsführung und beim Arbeitsschutz, der auch die Gesundheitsförderung mit einschließt. So stellt bereits seit Jahren der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen einen zentralen Leitgedanke der Unternehmenspolitik des Handwerksbetriebes dar. Da man bei der Realisierung eines wirkungsvollen Arbeitsschutzes an handwerkstypische Grenzen stieß, nutzte der Betrieb die Chance, als Anwendungspartner im Forschungsprojekt NOAH (Nutzenoptimierter und kostenreduzierter Arbeits- und Gesundheitsschutz im Handwerk) mitzuwirken. In einem von der bad & heizung Kreuz GmbH initiierten gewerbeübergreifenden Netzwerk mit fünf Handwerksbetrieben wurde mit den Forschungspartnern, dem Institut für Technik der Betriebsführung im DHI e.V. (itb) und Dr. Albert Ritter – FBT, der Handwerkskammer Freiburg sowie der IKK Baden-Württemberg und Hessen handwerkstaugliche Konzepte, Vorgehensweisen und Werkzeuge für einen wirksamen „Arbeitsschutz mit System", der auch die Gesundheitsförderung mit einschließt entwickelt, und erfolgreich umgesetzt.

Wesentliche Umsetzungsmaßnahmen waren:

  • Nutzung der regelmäßigen Mitarbeitergespräche zur Information und Einbeziehung der Mitarbeiter,
  • Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilungen, des Gefahrstoffverzeichnisses und der Regelung des Umgangs mit Gefahrstoffen,
  • Erarbeitung konkreter Verbesserungsmaßnahmen durch die Mitarbeiter,
  • Einführung der im NOAH-Projekt gemeinsam entwickelten Methode „baustellenbezogene Gefährdungsbeurteilungen“,
  • Qualifizierungsmaßnahmen,
  • Förderung des Sicherheitsbewusstseins,
  • Maßnahmen zur Gesundheitsförderung,
  • Einplanen der Arbeitsschutzmaßnahmen bei der Angebotserstellung und Arbeitsvorbereitung,
  • handwerkstaugliche Organisation des Arbeitsschutzes und der Gesundheitsförderung sowie
  • Dokumentation der Regelung im Handbuch „Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung mit System“.

Mehr Informationen zum Wettbewerb: www.gda-portal.de/arbeitsschutzpreis.

 

Pressemitteilung zum abgeschlossenen NOAH-Projekt
auf BIS-Tech (www.bistech.de): Schriftenreihe NOAH-transfer

Wie sieht ein wirksamer Arbeitsschutz in Handwerksbetrieben aus? Mit dieser Frage beschäftigte sich das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „Nutzenoptimierter und kostenreduzierter Arbeits- und Gesundheitsschutz in Handwerksbetrieben – NOAH“.

Ausgangspunkt des NOAH-Projekts ist die Überzeugung, dass ein richtig angewandter Arbeits- und Gesundheitsschutz, der auch die Gesundheitsförderung mit einschließt, sowohl den Beschäftigten als auch dem Be­trieb nützt.

Durch Beispiele guter Praxis, die pilotartige Erprobung der entwickelten innovativen Konzepte und handwerkstauglicher Werkzeuge sowie wissen­schaft­liche Erkenntnisse wurde erarbeitet, wie in Handwerksbetrieben der Arbeitsschutz und die Ge­sund­heitsförderung praktiziert werden können, damit sie zu einem nachweisbaren Nutzen für den Be­trieb und die Beschäftigten führen. Die Projekterfahrungen zeigen, dass das NOAH-Konzept nicht nur zu einem wirksamen Arbeitsschutz in den einbezogenen Handwerksbetrieben beiträgt, sondern auch deren Innovationsfähigkeit verbessert.

Die Ergebnisse des NOAH-Projektes sowie die im Projekt erarbeiteten Umsetzungshilfen (inklusive Formblätter) sind in der Schriftenreihe „NOAH-transfer“ erschienen.

Die Bücher sind über den Rainer Hampp Verlag (Marktplatz 5 • 86415 Mering • Fax: 08233 30755 • E‑Mail: Hampp@RHVerlag.de) bzw. über den Buchhandel zu beziehen. Die folgenden Publikationen der Reihe sind kostenlos auf der Institutshomepage www.itb.de unter „Veröffentlichungen“ Publikationen“ oder auf dieser Projekthomepage unter der Rubrik „Toolbox“ als Download erhältlich:
 

Bücher:

  • Nutzenoptimierter und kostenreduzierter Arbeits- und Gesundheitsschutz in Handwerksbetrieben – NOAH-Projektbericht   
    (ISBN 978-3-86618-384-1, München u. Mering 2010, 211 S., € 24,80)

Dieser Bericht zeigt auf, dass NOAH ein innovatives, in handwerklichen Kleinbetrieben praktikables Konzept für eine umfassende Prävention ist.

Anhand der Vorgehensweisen und Ergebnisse wird gezeigt, dass präventive Strategien und Konzepte eines systematisch betriebenen Arbeits- und Gesundheitsschutzes handwerksgerecht gestaltet werden können, dass der Systemgedanke auch in Handwerksbetrieben eine Akzeptanz findet und dass die Handwerksorganisationen, die Unfallversicherungsträger und die Krankenkassen hierfür handwerksgerechte Beratungs- und Dienstleistungen anbieten können.
 

  • Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung in Handwerksbetrieben – Beispiele guter Praxis
    (ISBN 978-3-86618-385-8, München u. Mering 2010, 115 S., € 19,80)

Die hier dargestellten elf Beispiele guter Praxis aus dem Handwerk belegen eindrucksvoll, dass der Arbeitsschutz und die Gesundheitsförderung auch in Handwerksbetrieben wirksam praktiziert werden können.

Beispiele guter Praxis machen erfolgreiche Arbeit ohne theoretische Umwege transparent, regen im Sinne einer Identifikationsfigur zum Nachahmen an, genießen eine hohe Akzeptanz bei der Zielgruppe („einer von uns“), weisen die prinzipielle Anwendbarkeit von Maßnahmen zur Bewältigung des demografischen Wandels in Handwerksbetrieben nach und ermöglichen, ein breites Spektrum unterschiedlicher Möglichkeiten und Ansätze aufzuzeigen.

Die sehr unterschiedlichen Realisierungskonzepte können und sollen als Vorbild und Orientierungsgrundlage für andere Handwerksbetriebe dienen. Sie sollen zum Nacheifern anspornen.

 

Leitbild (Broschüre):

  • Sicher und gesund in Handwerksbetrieben – Leitbild eines zeitgemäßen Arbeitsschutzes mit integrierter Gesundheitsförderung (22 S.)

Das Bild des Arbeitsschutzes ist in vielen Handwerksbetrieben vor allem durch Behauptungen wie „Arbeitsschutz kostet nur und bringt wenig“ sowie die vielen und teilweise auch wenig verständlichen Vorschriften geprägt. Der Nutzen wird häufig verkannt. Dies wird sich nur ändern, wenn mehr Handwerker den Nutzen eines handwerksgerecht gestalteten Arbeitsschutzes erkennen und sich vorstellen können, wie ein wirkungsvoller Arbeitsschutz, der auch die Gesundheitsförderung mit einschließt, in ihrem Betrieb aussehen könnte. Hierfür ist ein Leitbild, das auf Erfahrungen vorbildlicher Handwerksbetriebe aufbaut und eine gute Praxis des Arbeitsschutzes beschreibt, erforderlich. Die Broschüre „Sicher und gesund in Handwerksbetrieben“ beschreibt ein positives Leitbild eines zeitgemäßen, handwerksgerechten Arbeitsschutzes mit integrierter Gesundheitsförderung.
 

Umsetzungshilfen (inkl. Formblätter):

Für einige der im Rahmen des NOAH-Projektes entwickelten Werkzeuge wurden Umsetzungshilfen erarbeitet, die diese handwerksgerechten Werkzeuge vorstellen und deren Anwendung aufzeigen. Folgende Umsetzungshilfen wurden erstellt:

  • NOAH-Kurzcheck: Bestandsaufnahme und Feststellung des Handlungsbedarfs im Arbeitsschutz
    und bei der Gesundheitsförderung – Umsetzungshilfe für Handwerksbetriebe
    (9 S.)
    Hilfsmittel zur Bestandsaufnahme
    - Was läuft gut?
    - Wo besteht Handlungsbedarf?
     
  • Regelung der Zuständigkeiten im Arbeitsschutz – Umsetzungshilfe für Handwerksbetriebe (11 S.)
    Hilfsmittel zur
    - Ermittlung der Aufgaben
    - Festlegung der Zuständigen
    - Übertragung der Aufgaben
     
  • Gefährdungsbeurteilung für nichtstationäre Arbeitsplätze – Umsetzungshilfe
    für Handwerksbetriebe
    (8 S.)
    Hilfsmittel zur
    - Gefährdungsbeurteilung auf Bau- / Montagestellen
    - Festlegung von Präventionsmaßnahmen
    - Einweisung vor Ort
     
  • Handwerksgerecht und wirksam unterweisen – Umsetzungshilfe für Handwerksbetriebe (6 S.)
    Anleitung für dialogorientierte Unterweisungen
     
  • Förderung der Arbeitsbewältigungsfähigkeit im Handwerk – Grundlagen –
    Beratungskonzept –Beispiel
    (20 S.)
    Information

Weitere Produkte aus dem NOAH-Projekt stehen unter „Toolbox“ als Download zur Verfügung.
 

Download der Bücher:

 

 

Download des NOAH-Leitbildes (Broschüre):

 

Download der Umsetzungshilfen und Formblätter:




 
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